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Artikel Schwäbische von Tanja Bosch 29.06.2026
Graffiti-Projekt „Dreams“: Wie Jugendliche eine Wand verwandeln
Abschrift BSBZ - Text/ Fotos: Tanja Bosch (Schwäbische/ Tanja Bosch privat)

Jugendkunstschule Biberach

Farben, Ideen und große Träume: das Graffiti-Projekt „Dreams“

Schüler des Bischof-Sproll-Bildungszentrums gestalten gemeinsam mit dem Künstler Daschu ein beeindruckendes Bild entlang der Bahnstrecke zwischen Biberach und Ulm.

Biberach

Fotocollage:
Farbenfroh und eindrucksvoll: Das Gemeinschaftskunstwerk „DREAMS“ schmückt nun die Wand der Firma Neudeck an der Bahnstrecke zwischen Biberach und Ulm. (Foto: Tanja Bosch/privat)

Innerhalb von zwei Wochen hat sich eine große Wand auf dem Gelände der Firma Neudeck in Biberach in ein beeindruckendes Kunstwerk verwandelt. Unter dem Projekttitel „Dreams“ setzten sich 20 Schülerinnen und Schüler des Bischof-Sproll-Bildungszentrums gemeinsam mit Graffiti-Künstler Daschu kreativ mit ihren Träumen, Wünschen und Zukunftsvorstellungen auseinander. Unterstützt wurde das Projekt von der Jugendkunstschule Biberach.

Bereits während der Entstehungsphase war zu erkennen, mit wie viel Begeisterung und Engagement die jungen Menschen am Projekt arbeiteten. Zunächst wurden Ideen gesammelt, Skizzen angefertigt und Motive entwickelt. Anschließend ging es zum Sprühen an die große Wand. Aus vielen einzelnen Gedanken entstand so nach und nach ein gemeinsames Kunstwerk, das die Vielfalt der Träume und Perspektiven der Jugendlichen widerspiegelt.

Liljana Vogel sprühte die Worte Hope, Luck und Love an die Wand: „Ich finde das Projekt richtig cool und wir arbeiten hier alle toll zusammen“, sagt die 14-Jährige. Es ist auch nicht ihr erstes Graffiti-Projekt, an dem sie teilnimmt: „Es macht einfach Spaß, mit Farbe an die Wand zu sprühen.“ Ähnlich geht es auch Leila Gök: „Ich bin dadurch sehr kreativ geworden und verstehe nun auch, wie ein Graffiti geht und auf was man achten muss.“ Außerdem sei die Gemeinschaft vor Ort sehr cool.

Begleitet wurde das Projekt von Lehrer Moritz Bader. „Als die Jugendkunstschule bei uns angefragt hat, waren wir sofort dabei, es ist ein sehr cooles Projekt“, sagt Bader. „Einfach mal raus aus dem Klassenzimmer und andere Erfahrungen sammeln, so etwas sollte es viel öfter geben, die Jugendlichen nehmen da sehr viel mit.“

 Prozessorientiertes Projekt

Besonders beeindruckend war der Einsatz aller Beteiligten. Trotz hochsommerlicher Temperaturen arbeiteten die Schüler täglich konzentriert und motiviert zusammen. Dabei unterstützte Daschu die Gruppe mit seiner Erfahrung und zeigte verschiedene Techniken. Gleichzeitig blieb genügend Raum für eigene Ideen und kreative Gestaltung. „Ich mag solche Projekte sehr, weil der Prozess dahinter so wichtig ist“, sagt Daschu. „Es geht darum, dass sich die Jugendlichen zunächst mit ihren Wünschen und Träumen auseinandersetzen. Erst im zweiten Schritt kommt dann die Kunst dazu.“

Für Joschua Barthold war es das erste Mal, dass er eine Sprühdose in der Hand hielt: „Es macht richtig Spaß, an der Wand verschiedene Schriftarten auszuprobieren.“ Zusätzlich interessierte ihn die Geschichte, die hinter der Graffiti-Kultur steckt: „Jetzt sehe ich die Bilder ganz anders, habe viel mehr Wertschätzung und weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt.“

Foto:
Liebe und viel Farbe gestalten die Jugendlichen zwei Wochen lang die große Graffiti-Wand. (Foto: Tanja Bosch)

Inzwischen ist das großflächige Kunstwerk fertiggestellt und setzt entlang der Bahnstrecke zwischen Biberach und Ulm ein farbenfrohes Zeichen. Den feierlichen Abschluss bildete die Vernissage am vergangenen Donnerstag, bei der das fertige Bild offiziell präsentiert wurde.

Die Jugendkunstschule brachte die Projektpartner zusammen und koordinierte das Vorhaben. Den Anstoß gab die Firma Neudeck, die ihre Wandfläche für das Projekt zur Verfügung stellen wollte. „Weil wir in diesem Jahr das Motto, Dreams' haben und das gut zur Idee der Nachhaltigkeit der Firma Neudeck passt, waren wir uns sofort einig“, sagt Juks-Leiterin Susanne Maier. Schnell stand auch fest, dass Graffiti-Künstler Daschu sowie das Bischof-Sproll-Bildungszentrum als Kooperationspartner mit dabei sein würden.

Finanziert wurde das Projekt unter anderem aus Landesmitteln für die Jugendkunstschulen, durch den Förderverein des BSBZ sowie die Firma Neudeck. Das benötigte Gerüst stellte die Firma Grimm aus Biberach zur Verfügung.

 

Text & Fotos: Tanja Bosch (Schwäbische/ Tanja Bosch privat))
Graffiti-Projekt „Dreams“: Wie Jugendliche eine Wand verwandeln

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