Auch in diesem Schuljahr hatten Französisch-Lernende der Realschule und des Gymnasiums wieder die Gelegenheit, am Schüleraustausch mit unserer Partnerschule im französischen Rocheservière teilzunehmen. Nach 16-stündiger Busfahrt erreichten sie mit ihren Lehrerinnen Meike Benkler und Julia Straif schließlich das Ziel im Westen Frankreichs – nicht weit von der Atlantikküste entfernt. Dort verbrachten sie insgesamt sieben spannende Tage voller neuer Eindrücke, kultureller Erfahrungen und gemeinsamer Erlebnisse.
Der erste Tag begann direkt an der französischen Schule. Für viele war es besonders interessant, den Unterricht in Frankreich mitzuerleben und Unterschiede zum deutschen Schulalltag zu entdecken. Mit einer Mischung aus Französisch, Deutsch, Englisch sowie Händen und Füßen konnten dabei Sprachbarrieren gut überwunden werden. Verschiedene Kooperationsspiele am Nachmittag sorgten zudem schnell dafür, dass sich die deutschen und französischen Jugendlichen besser kennenlernten und gemeinsam viel Spaß hatten.
Am zweiten Tag stand ein Ausflug nach Nantes auf dem Programm. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler durch einen Rundgang viel über die Stadt erfahren und Frankreichflair erleben. Das Rätselheft, welches während des Spaziergangs ausgefüllt werden musste, regte zudem dazu an, Passanten zu befragen und somit die Sprachkenntnisse auszutesten. Höhepunkt des Tages war aber sicherlich Le Grand Éléphant: die sich bewegende, 12 Meter hohe Elefanten-Skulptur sorgte für großes Staunen.
Das verlängerte Wochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien. Dabei erhielten alle einen authentischen Einblick in das französische Familienleben. Viele nutzten die Zeit für gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge oder typisch französisches Essen.
Am Montag ging es gemeinsam auf die wunderschöne Insel Noirmoutier, wo nach einer ausgiebigen Wanderung à la française am Strand gepicknickt und gespielt wurde - wenn auch bei etwas frischen Temperaturen und ordentlich Atlantik-Gegenwind. Sonnenschein gab es dafür nachmittags, wodurch Crêpes und Eis noch besser schmeckten.
Am letzten Tag fand morgens eine spannende Stadtrallye im malerischen Clisson statt. In kleinen Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Städtchen. Zum Abschluss des Austauschs ging es gemeinsam zum Bowling, wo noch einmal viel gelacht wurde.
Der Schüleraustausch war für alle Beteiligten eine besondere Erfahrung. Hatten die meisten Schülerinnen und Schüler bei der Abfahrt in Rissegg noch ein sehr mulmiges Gefühl, so war von diesem bei der Verabschiedung in Rocheservière nichts mehr zu spüren. Ganz im Gegenteil. Viele Teilnehmende wären zu gerne noch ein paar Tage bei ihrer Gastfamilie geblieben und hätten das Land weiter kennenlernen wollen. Ein Stück Frankreich nahm aber auf jeden Fall jede und jeder mit: neue Freundschaften, schöne Erinnerungen, diverse Spezialitäten sowie sogar Mitgebsel von französischen an die deutschen Familien. Es lebe die deutsch-französische Freundschaft! Vive l’amitié franco-allemande!
Text & Fotos: Julia Straif